Geschichte der Feuerwehr Büschdorf

Das Jahr1927

Die Freiwillige Feuerwehr Büschdorf besteht sei 1927 und der anfangs 25 Mitglieder beitraten.

Da bereits um 1900 eine Pflichtfeuerwehr in Büschdorf existierte, wurden die Geräte von der Freiwilligen Feuerwehr in ihren Bestand übernommen.

Der Bestand der Geräte hielt sich allerdings in Grenzen. Es war eine Handspritze aus dem Jahre 1900, Marke "Joseph Beduire, Aachen". Ausserdem existierten 60 Meter Schlauch, 1 Strahlrohr, 12 Feuereimer, 3 Einreißhaken, 3 Beile, 1 Axt, und zwei Leitern mit 15 Holmen. Aus der Bestandsliste vom 19.07.1932 geht noch hervor, dass 15 Kesselbrunnen zur Wasserversorgung bereitstanden. Die junge Wehr war jedoch nicht im Besitze einens Planes über die Lage dieser Brunnen.

Im Jahre 1939 wurde dann eine neue Motorspritze angeschafft, nachdem sich 1938 nach einem Großbrand gezeigt hatte, dass die alte Handpumpe solchen Anforderungen nicht mehr gewachsen war.

" Wehrführer von 1927 bis 1940 Nikolaus Seramour "

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Durch den Ausbruch des Krieges und die damit verbundene Einberufung vieler Feuerwehrmänner zum Wehrdienst sowie die Evakuierung der Bevölkerung Ende 1939 kam die Feuerwehr völlig zum Stillstand. Während des Krieges, als fast alle Wehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen waren, wurde der Brandschutz durch ältere Männer aufrecht erhalten. Die Motorspritze wurde abgezogen und anderweitig eingesetzt.

Nach dem Krieg, als das Saarland Teil der französichen Besatzungszone war, wurde wieder mit dem Neuaufbau der "Freiwilligen Feuerwehr" begonnen und die 1939 abgezogene Motorspritze in Morscholz wieder gefunden und zurüchgeholt. Nach und Nach füllten sich wieder die Reihen der Feuerwehr.

" Wehrführer von 1940 bis 1950 Nikolaus Hoffmann "

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1952 konnte die Wehr in ein neues, mit Schlauchturm versehenes Gerätehaus umziehen. Ein Anhänger für die Spritze folge im Jahre 1957. Mit einem solchen TSA (Anhänger mit eingeschobener Tragkraftspritze) sollte die Feuerwehr die nächsten fast fünzig Jahre als Einsatzfahrzeug, von Traktorenkraft gezogen, ausgestattet sein. Die durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogene Motorspritze wurde 1964 durch eine Neue ersetzt.

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Zu sehen: Uniformen um 1954

" Wehrführer von 1950 bis 1970 Alfons Bohr "

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1974 wurde Büschdorf zu einem Ortsteil der neu gebildeten Großgemeinde Perl. Die Freiwillige Feuerwehr Büschdorf wurde zum Löschbezirk Büschdorf. Im Jahre 1976 wurde das seit dem Jahre 1952 unveränderte Gerätehaus gründlich renoviert. Die gesamten Arbeiten wurden von den Wehrmännern unentgeltlich in ihrer Freizeit durchgeführt. Der Gemeinde entstanden lediglich die Materialkosten.

Ein Meilenstein in der Geschichte der freiwilligen Feuerwehr brachte das Jahr 1977. Vom 9 bis 11 Juli wurde das 50jährige Bestehen mit einem grossen Fest gefeiert. Von den 25 Gründern aus dem Jahre 1927 konnten bei dieser Veranstaltung noch 9 Männer mit ein Ehrenurkunde bedacht werden.

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Zu sehen: Ehrungen 50jähriges Jubiläum und Gruppenbild anlässlich 50jähriges Jubiläum

" Wehrführer von 1970 bis 1976 Richard Ernst "

" Löschbezirksführer von 1976 bis 1992 Richard Ernst "

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Nach dem Bau der französichen Atomzentrale in Cattenom und der Katastrophe von Tchernobyl wurde dem Löschbezirk Büschdorf ein Strahlenmessfahrzeug zugewiesen. Das Fahrzeug ein VW Golf, Baujahr 1989 wurde im Gerätehaus stationiert. Es wurde nicht nur zur Strahlenmessung genutzt, sondern auch zum Brandeinsatz.

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Zu sehen aus Zeitungsasschnitt: Übung Strahlenmesstrupp Büschdorf

Im Jahr 2003 wurde das 75jähriges Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Büschdorf gefeiert. Aufgrund von Terminüberlagerungen mit einem anderen Ortsteil in der Gemeinde Perl wurde dieses Fest 1 Jahr später gefeiert. Rechnerisch wäre das Jahr 2002, das korrekte Jahr gewesen.

Einen weiteren und vielleicht größte Meilenstein seit 1927 wurde im Jahr 2004 aufgestellt, als zum ersten, am 16. Juni 2004, der Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses vorgenommen wurde. Dieser Schritt wurde notwendig da, dass alte Gerätehaus nicht die Vorraussetzungen unserer heutigen Zeit entsprach und Platz für unser neues Einsatzfahrzeug geschaffen werden musste, dass uns am 25.08.2004 in Losheim übergeben wurde. Bei diesem ganz besonderen Ereignis wurde unseren Kameraden ein TSF-W mit Aufbau der Firma Harz Bitburg und einem Chassis von VW LT-46 mit einem 115KW/156PS starken Antriebsaggregat übergeben.

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Zeitungsausschnitt: Spatenstich Feuerwehrgerätehaus Büschdorf

Mit diesem ersten eigen angetriebenen Einsatfahrzeug und dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses konnte man sozusagen wieder von einem weiteren Neuanfang sprechen, da mit diesem neuen Gerät auch neue Voraussetzungen und neue Einsatzgebiete auch ausserhalb Büschdorfs enstanden.

Am 2.10.2005 wurde nun nach rund 15.monatiger Bauzeit, das neue Feuerwehrgerätehaus seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Bereits am 28.09.2005, der "Büschdorfer Michaelskirmes", wurde das Gerätehaus durch Pfarrer Ralf Hiebert eingesegnet. An beiden Tagen war die Bevölkerung eingeladen und machte von dieser Einladung regen Gebrauch. Neben zahlreichen Ehrengästen von Landtag, Kreistag und Gemeinderat waren die Löschbezirksführer und deren Stellvertreter der Gemeinde Perl und des Nachbarortes Tünsdorf vertreten. Auch die Partnerwehr aus Halle/Büschdorf, mit der der Löschbezirk Büschdorf /Saar seit fast zehn Jahren freundschaftlich verbunden ist , war anwesend. Ebenso nahmen die befreundeten Nachbarwehren aus Ritzing, Manderen, Merschweiler und Kirsch les Bains aus dem benachbarten Frankreich an dieser offiziellen Übergabe teil.

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Zeitungsausschnitt: Gerätehaus und Fahrzeuge Büschdorf

" Löschbezirksführer von 1993 bis 2005 Reinhold Ollinger "

" Löschbezirksführer von 2005 bis heute Georg Hoffmann "

Stand Geschichte bis 02.10.2005, Änderungen/Ergänzungen vorbehalten.

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